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Berufsbild Restaurator

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image description Kulturdenkmäler prägen die Identität eines Ortes. Immer mehr junge Menschen entscheiden sich für ein Studium der Restaurierung, um sich für den Erhalt kostbarer Kulturgüter einzusetzen. image description

Jelena studiert Restaurierung: "Hätte ich keine Geduld, dann müsste ich mir einen anderen Beruf aussuchen."

Jelena studiert Restaurierung: "Hätte ich keine Geduld, dann müsste ich mir einen anderen Beruf aussuchen."

Der Studiengang „Restaurierung“ wird mittlerweile an acht deutschen Hochschulen angeboten und erlebt immer mehr Bewerberzulauf. Diesen Herbst werden rund 300 junge Menschen mit dem Studium beginnen. Jeder von ihnen ist bereits vor Antritt des Studiums in einer Fachrichtung spezialisiert. Jelena, 20 Jahre alt, ist eine von ihnen. Sie hat es geschafft, einen der begehrten Studienplätze für Restaurierung und Konservierung von Kunst- und Kulturgut zu erhalten und beginnt ab September ihr Studium am Institut für Restaurierungs- und Konservierungswissenschaft der Fachhochschule Köln. Jelena ist spezialisiert im Bereich „Papierrestaurierung“. Die dringend benötigten Papierrestauratoren werden derzeit an drei deutschen Hochschulen ausgebildet: Köln, Stuttgart und Hildesheim.

Grundvoraussetzung für Studienbewerber wie Jelena ist ein einjähriges Praktikum in einer Restaurierungswerkstatt, der Nachweis zahlreicher Arbeitsproben und das Bestehen einer künstlerischen Eignungsprüfung. Jelenas Weg war lang, aber er hat sich gelohnt. „Hätte ich keine Geduld, dann müsste ich mir einen anderen Beruf aussuchen“, erzählt sie lächelnd.

Jelenas Berufswunsch erfordert in der Tat viel Geduld, Kennerschaft und vor allem die Liebe zum Detail. Ein Bild verblasst im Laufe der Zeit, genauso wie alle Gegenstände ohne Pflege irgendwann ihre Ursprünglichkeit verlieren. Veränderungen sind der Lauf der Natur und eben diese können auch das Spannende am Kunstwerk sein. „Wir müssen lernen mit den Veränderungen umzugehen und mit ihnen zu arbeiten“, sagt die angehende Restauratorin. Es ist zur Aufgabe der modernen Restaurierung geworden, den „Alterswert“ des Kunstwerks in die Wiederherstellung des vermuteten ursprünglichen Zustandes mit einzubeziehen und so den Spuren seiner Geschichte gerecht zu werden.

Jelena hat ein Praktikum in einer Restaurierungswerkstatt aus Voraussetzung für ihr Studium absolviert.

Jelena hat ein Praktikum in einer Restaurierungswerkstatt als Voraussetzung für ihr Studium absolviert.

Diese Auffassung von Restaurierung hat sich erst zu Anfang des letzten Jahrhunderts entwickelt. Vor dem 20. Jahrhundert war ein Restaurator eher ein künstlerischer Fachmann, der Objekte in ihren ursprünglichen Charakter versetzen sollte. Das Ergebnis waren häufig Abweichungen vom Original, die dazu führten, dass sich der Beruf zu dem entwickelte, wie wir ihn heute kennen, nämlich als ein zartes Herantasten an ein Werk unter Beachtung seiner Geschichte und mit Kennerschaft naturwissenschaftlicher Verfahren. Mit der veränderten Konzeption von Restaurierung entwickelte sich das Studium der Restaurierung, das die handwerkliche Ausbildung mit theoretischem Wissen ergänzen sollte. Das Studium gibt Studierenden wie Jelena die Möglichkeit sich interdisziplinär zu bilden. Der Facettenreichtum der theoretischen Inhalte umfasst Methodiken der Konservierung und Restaurierung, Kunstgeschichte, Werkstoffkunde, Chemie und Biologie. Die Fachhochschule Köln passt die Anzahl der zu vergebenden Studienplätze im Fach Papierrestaurierung erstmals dem Markt an und verdoppelt die Kapazitäten. Jelena wird helfen, unser kollektives Gedächtnis zu bewahren. Helfen auch Sie uns dabei.

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